30 Jahre dauert es, bis Wald voll nachwaechst …

sei solidarisch!… aber abgeholzt ist aber sehr rasch, eine Initiative tut not:

(heute ist zwar der 1.April,
aber das ist KEIN Aprilscherz)

Was (vielleicht JAHRE) nach der

Abholzung passiert, siehe unten

Zugunfall Meran

(please dont delete the image, it is
altered/protected by copyright; das Foto stammt aus Asien — siehe unten — und nicht aus dem Wienerwald, aber so sieht es tatsaechlich hinter dem Haeuserl am Roan aus, und beim Exelberg, und und)

(update: im August wurde in Wien lautstark geworben, dass nun “1000 neue Alleebaeume gepflanzt werden”, um die “gruene Lunge Wiens weiter auszubauen”;
tatsaechlich wurden allein 2010 am Stadtrand — siehe unten — 40.000 bis 90.000 (!) Baeume JE QUADRATKILOMETER abgeholzt, und zwar 40.000 wo der Abstand von Baum zu Baum 5m betrug bzw. 90.000 (!!!) wo der Abstand 3 Meter betrug: 300×300 je Kilometer = 90.000)

(Update: im Mai 2010 wurden erstmals zaghafte Versuche der Aufforstung entdeckt: manche — nicht alle — dieser Abholzhackereien, die JAHRE brauchen, um wieder Lebensraum fuer Tiere und Tierchen zu werden — zeigen 1 m hohe Pflaenzchen mit Schutzhuellen, mit normalem Abstand fuer Aufforstung
ABER
nachgesetzt wurde mit 10 bis 20 (ZWANZIG) Metern Abstand zwischen den Reihen: ausgewachsene Waldbaeume mit 20 bis 30 m3 wurden also mit je 1/10 m3 ersetzt, und das nur in jeder20.Reihe; um den Verlust an Sauerstoffproduktion auszugleichen — ohne noch von Verbessern zu reden — haetten also 200x so viele neue Baeumchen IN ALLEN ABGEHOLZTEN REIHEN gesetzt werden muessen, bzw. 20×200=4000x so viele wie jetzt gesetzt wurden)

Geht es um Brennholz fuer das Wiener “Bio”kraftwerk”? Wien hat einen Vertrag mit den Bundesforsten abgeschlossen, um Holzpellets zu beziehen, obwohl diese “erneuerbare” Energie (weil Holz zu CO2 verbrannt wird) aeusserst KLIMASCHAEDLICH ist, siehe http://umwedem.wordpress.com

Nicht nur in Autos sollte AGROfuel, (falsch: “Biofuel”), vermieden werden, sondern erst recht — ausgenommen kurzfristige Notloesungen — in Kraftwerken:
keine AKW und keine Verbrennungs “kalorische” Kraftwerke!
wenn Obama und Medwedew das Waffenplutonium in AKW entsorgen, ist das kurzfristig ok aber dann sollte Schluss sein mit dem AKW Unsinn, und auch Gaskraftwerke sind Verbrennung;
Konsortien wie General Electrics (US), Atomstroiexport (RU), Areva Siemens (FR+DE)etc. freuen solche Ideen weniger: sie verdienen lieber an den Katastrophen, die sie produzieren …

Wer rund um Wien im Wald geht oder faehrt, den trifft seit 1-2 Jahren regelmaessig der Schlag: entlang der Hoehenstrasse (14.-19. Bezirk), der Exelbergstrasse (17. Bezirk) und vielen anderen Strassen, die z.T. beliebte Radtouren und Ausflugsgebiete sind, fehlen quadratkilometerweise Baeume und damit ATEMLUFTproduktion.

Wiesen und Lichtungen im Wald sind ja sehr schoen, aber entlang der Strassen (und auf den Huegeln dahinter, auch abseits der Strassen) sind ganze Hangbereiche abgeholzt, meist 200 x 200 Meter oder mehr, und es werden immer mehr Hangbereiche.

Jeder einzelne “richtige” Baum hat Tausende Quadratmeter Laub- und Nadelflaeche und produziert kubikMeter-weise an Sauerstoff, waehrend die wenigen nachgesetzten Baeumchen je ein paar Quadratmeter(chen) Laub- und Nadelflaeche haben und nur ein paar Molekuele Sauerstoff produzieren …

Es handelt sich AUSNAHMSLOS um Wald der “gruenen Lunge Wiens” im Nahbereich der Stadtgrenze Wien/Niederoesterreich. Den Schaden haben aber auch alle, die keinen Ausflug und keine Radtour machen sondern “nur” Atemluft (?) in die Betonwueste der Stadt hinein bekommen wollen.

Betroffen ist vor allem Wald der Bundesforste.

Wien selbst hat sich in den vergangenen 20 Jahren etwas gebessert, was den Umgang mit Baeumen in Parks und Strassen betrifft, aber fast jede grosse Wohnbaustelle bedeutet AUCH HEUTE NOCH den Verlust von einigen Riesenbaeumen des Altbestandes (fuer die je 20-30 kleine Baeumchen nachgepflanzt werden muessten, um die Sauerstoffproduktion aufrechtzuerhalten), aber es wird NICHTS nachgepflanzt. Bestenfalls nach Beendigung der Baustellen 5 (statt 50) kleine Baeumchen fuer 5 abgeholzte Riesenbaeume.

Aber auch Wien suendigt:

Privatgrundstuecke und Kleingartensiedlungen (ein wesentlicher Bereich der “gruenen Lunge” Wiens, wo den Stadtgaerten noch dazu keine Kosten entstehen, weil sich GaertnerInnen selber um den Gruenbereich kuemmern) haben noch dazu KEINE AUFLAGE, ihre Baeume zu erhalten.

Wer in einem Kleingarten Baeume ruiniert oder abholzt, hat in Wien keine Verpflichtung, rechtzeitig fuer genug Ersatz zu sorgen. DARF DAS WAHR SEIN ??? In einem Wien, dessen Buergermeister Michael Haeupl damals bis nach Hainburg wanderte, um Wald zu retten ???

Nicht genug mit “kein Ersatz”: ein Baum mit 30 Kubikmeter Groesse produziert mindestens 30 x so viel Sauerstoff wie ein nachgepflanztes kleines Baeumchen mit 1 Kubikmeter, d.h. jeder abgeholzte Riesenbaum muss durch 20 bis 40 Baeumchen ersetzt werden, sonst ist das Abholzen (und damit die Sauerstoffproduktion dort) erst in 30 Jahren wieder repariert.

Es ist allerhoechste Eisenbahn, eine Initiative fuer den Wald rund um Wien zu starten, sonst ist es harmlos, was in Hainburg damals geplant war.

(unorthodoxe Nebenbemerkung: ein Kraftwerk in der Au, wenn es mit Schwimmkraenen statt mit Quadratkilometerbaustelle im Wald errichtet wird, ist halb so schlimm fuer Au und ihre Fauna und Flora, siehe http://verkehrundenergie.wordpress.com;
Fischtreppen — zb kleiner Bach rund ums Kraftwerk — erlauben Fischwanderungen, und Augebiete werden auch durch auch Biber und Naturgewalten verschoben, zb oberhalb des Damms in die Breite und unterhalb des Damms in die Laenge; aber was im Wienerwald abgeholzt wird, ist erst in Jahrzehnten reparierbar)

Der Zug Unfall bei Meran:

12.4.2010: Wenn ein Zug vorbeirauscht, zittert der Boden und die ganze Umgebung spuert das Vibrieren. Das ist normal, warum auch nicht. Am 12.4.2010 loeste ein Zug nahe Meran in einer Schlucht eine Schlammlawine aus (die nicht ZUGLEICH sondern WEGEN des Zuges abging).

Das sollte nicht sein.

Offenbar war neben dem Regen als Ursache auch noch ein geplatztes Wasserrohr einer Obstplantage im Spiel. Dass das tagelang nicht abgestellt und repariert wurde, sollte ebenfalls nicht sein, wenn Lebensmittel mehr als nur “Natur” brauchen (die ja immer auch katastrophal sein kann).

Warum fiel der Zug nicht in den Bach in dieser Schlucht? (es ist eher ein Wildbach, zeitweise reissend)

Da waren ein paar Baeume, wie man liest. Gut, dass dort noch nicht alles abgeholzt war …
Kritik? Kommentar bitte unten, oder (zb)

http://www.worstlobby.eu/2008/vote/info/5

sei solidarisch(Anm.: das Foto der Abholzung ist auf einer Mongobay Seite mit Zitat Alan D Ziegler, Univ. Singapoore, — auf das Foto clicken — und wurde bei der Suche nach Jean Ziegler gefunden, der ebenfalls die Abholzungen kritisiert:

in seinem Buch “Imperium der Schande” brandmarkt er heftig die Monokulturen, in denen nach massiver Abholzung oder statt Lebensmitteln nur mehr AGROFUEL produziert wird)

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3 Responses to “30 Jahre dauert es, bis Wald voll nachwaechst …”

  1. Gast Says:

    Hier ein noch drastischeres Foto: die Holz”industrie” in Oesterreich will nicht nur VERANTWORTUNGSLOS weiterabholzen, sondern auch noch SONDERREGELUNGEN herausschinden:

    http://www.avaaz.org/de/austria_trees_not_tricks

  2. Gast Says:

    sogar manche Massenmedien werden schon aufmerksam:
    http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3858&Alias=wzo&cob=530210
    bzw.
    http://orf.at/stories/2029438/2029432/ (mit etlichen Linkadressen)
    bzw.
    http://www.klimaretter.info/tipps-klima-lexikon/5186-lulucf

    (Oesterreich hat 2009/2010 erst 12% statt 20% CO2 Reduktion erreicht; allein 50% werden von Kraftwerken und Industrie verursacht, weitere 25% von unnoetigen Kohle- und Oelheizungen — viele davon im Stadtgebiet!! — von Haushalten bzw. von Gas, das zuerst teuer und unnoetig durch Pipelines gedrueckt wird und dann hier in Stadtgebietenf verbrannt wird)

    (warum “unnoetig”? Elektro-Fernleitungen sind — sogar wenn sie als Kabel verlegt werden — ungefaehrlicher, billiger UND einfacher/billiger zu warten als Pipelines:
    Pipelines muessen gasdicht/druckdicht sein, daher staendig ueberprueft und immer wieder mit neuen Dichtungen versehen werden, UND Pipelines bedeuten Explosionsgefahr)

    (besser waere, mit russischem Gas in russischen Gaskraftwerken — mit viel russischem Wald rundherum, der CO2 per Photosynthese verarbeiten kann — STROM zu erzeugen und den Strom ueber Fernleitungen zu importieren; d.h. Elektronentransport statt (Gas)Massentransport)

    (Problem ist das keines: Strom ist zwar teurer als Gas, aber in Summe kommt eine Verbilligung heraus, die sich EU und Russland teilen koennen; UND wie wir wissen, koennen Pipelines ja genauso “abgedreht” werden wie Stromleitungen, also was solls)

    Die Regierung in Oesterreich tut statt dessen gar nichts, erlaubt der “Wirtschaft” und “Industrie” sogar noch RABATTE auf Energie.

    Und am Ende wird wohl herauskommen, dass “der private Autoverkehr”
    eingeschraenkt werden muss, um CO2 zu sparen …
    (no na, Bonzen und Spediteure werden sich doch wohl nicht selber das Benzin abdrehen)

    Dieser “private Autoverkehr” ist fuer ca. 1/8 der CO2 Emissionen verantwortlich, denn zu den 3/4 oben aus Kraftwerken, Industrie und Haushalten kommt noch 1/8 aus GEWERBEtransportVERKEHR …

  3. Anonymous Says:

    und: 1 (EIN) Hektar Wald befreit von / bindet
    * HUNDERTE(n) Kilos Staub (auch FEINSTAUB) und
    * 700 Tonnen Kohlenstoff
    = 70.000 Tonnen C gebunden / km2

    (healthy forests with 60..70m (!) trees bind
    * tons of dust & nano dust, and
    * bind 700 metric tons of Carbon / ha
    = 70.000 metric tons of Carbon / km2
    = 300 metric tons of Carbon / acre
    = 200.000 metric tons of Carbon / square mile)

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